Trüffel in Deutschland

Geschrieben von am 01 Sep, 2011

Trüffel, Sommertrüffel – (lat. Tuber aestivum)

Die Trüffel in Deutschland gehören zu den kulinarisch wertvollsten und teuersten Pilzarten überhaupt. Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges war Deutschland ein Exportland für Trüffel. Es gilt als ein Geheimnis, wo und wie man Trüffel findet und nur wenige Menschen konnten dieses. Diese streng gehüteten Geheimnisse wurden nur innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben, deshalb wissen mittlerweile jüngere Generationen nicht mehr viel über die Existenz von Trüffeln. Wer Trüffeln finden will, der sollte wissen, dass die meisten Trüffelarten besonders kalkhaltigen Boden mögen.

Trüffel

Die Sommertrüffel, ein sehr begehrter Würzpilz, kommt nicht allzu selten auch in mitteleuropäischen Laubwäldern vor, wo sie zwischen den Baumwurzeln in 5 – 15 cm Tiefe wächst. Wenn man den Fruchtkörper des Pilzes durchschneidet, erkennt man die feinadrige Marmorierung, ein Kennzeichen aller echten Trüffeln. Bei starker Vergrößerung erweisen sich die Adern als enge Gänge, deren Wände von der Schlauchschicht (Schlauchpilze) ausgekleidet sind, aufgrund dieser Eigenschaft, gehören die Sommertrüffel zur der Klasse der Schlauchpilze.

Trüffel – Pilzhöhe:

Die Trüffel werden 7 – 11 cm hoch.

Trüffel – Pilzfleisch:

Das Fruchtfleisch ist zunächst weißlich, später graubraun marmoriert, sehr fest und hart, schmeckt nach Nüssen und hat einen süßlichen Geruch.

Fruchtkörper:

Der Fruchtkörper ist rundlich und derb knollig, mit einer braunschwarzen Außenrinde, die durch tiefe Risse in viele Felder zerlegt ist.

Gebrauch / Verwendung:

Essbar, schmackhaft.
Trüffel werden als Einlage in Pasteten (z.B. aus Gänseleber), Terrinen, Galantinen aber auch in Saucen verwendet.

Standort / Vorkommen:

Die Trüffel findet man ab Mai bis September unter der Bodenoberfläche in Laubwäldern auf kalkhaltigen Böden insbesondere in wärmeren Gegenden.

Ähnliche Arten:

Perigord-Trüffel (lat. Tuber melanosporum)